"Martin
hatte seinen Dienst in der römischen Armee aufgegeben und war Mönch geworden. Er
lebte auch hier bescheiden, fast ärmlich, immer im festen Glauben an Gott. Der
Mönch Martin war wegen seiner frommen, gerechten und hilfsbereiten Art sehr
beliebt bei den Menschen der Umgebung.Daher
wundert es nicht, dass sie, im Jahre 371, Martin zum Bischof haben wollten,
nachdem der alte Bischof von Tours gestorben war. Doch Martin war darüber gar
nicht froh. Im Gegenteil, er fühlte sich nicht würdig ein Bischof zu sein. Er
wollte in nicht einem Palast leben, edle Gewänder, Ringe und Ketten tragen. Das
war nun nicht seine Welt.
Doch
die Leute aus Tours ließen nicht locker. Sie strömten zu seinem Haus und
wollten ihn, nach Tours bringen. Als Martin sie kommen sah, verließ er
fluchtartig sein Heim. Die Flucht blieb jedoch nicht unentdeckt und alle
rannten hinter dem armen Mönch her. Martin versteckte sich in einem Gänsestall
und hoffte, dort bis zum Anbruch der Dunkelheit bleiben zu können. Wenn man ihn
nicht fand, würde sich die Aufregung um seine Person vielleicht wieder legen
und er könnte der bescheidene Mönch bleiben.
Was
Martin nicht bedacht hatte war, das Gänse besser sind als mancher Wachhund. Und
so schnatterte das Federvieh was die Schnäbel hergaben, um alle Welt vor dem
Eindringling im Stall zu warnen. So wurde Martins Versteck entdeckt. Die Leute
fanden den Mönch, brachten ihn nach Tours und machten ihn am Ende doch noch zum
Bischof."
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Die
Martinsgänse schmeckten allen Kindern und Erzieherinnen besonders gut.
Vielen Dank
für diese nette Überraschung.